Lokale Anlaufstelle FGM/C

FGM/C ist die Abkürzung für Female Genital Mutilation/ Cutting (Weibliche Genitalverstümmelung/-beschneidung). Im Auftrag des Netzwerks gegen Mädchenbeschneidung Schweiz betreibt Sexuelle Gesundheit Aargau im Rahmen eines Pilotprojekts eine Anlaufstelle für von FGM/C betroffene Personen, für Multiplikator_innen und für Fachpersonen, welche einen Bedarf in dieser Thematik haben.

Das Pilotprojekt findet im Rahmen der nationalen Kampagne gegen Mädchenbeschneidung 2016-2019 statt, welche von BAG und SEM finanziert wird. Ziele der Kampagne: Mädchen in der Schweiz sind vor Beschneidung geschützt. Betroffene Frauen haben Zugang zu Beratung und medizinischen Leistungen.

Kernaufgaben von Sexuelle Gesundheit Aargau im Bereich FGM/C sind:

  • Beratung von Betroffenen, von Multiplikator_innen und von Fachpersonen (z.B. Lehrpersonen, Schulsozialarbeit, Gesundheitsbereich, Betreuende in Asylzentren)
  • Durchführung von Präventionsgesprächen, (z.B. mit Schwangeren, Müttern, Vätern rund um die Geburt)
  • Durchführung von Präventionsprojekten, z.B. in Asylzentren, Migrationsvereinen, Geburtsvorbereitungskursen
  • Angebot von medizinischen Dienstleistungen bei Problemen im Zusammenhang mit FGM/C
  • Vernetzung mit Fachpersonen im Bereich Asyl, Asyl-Erstversorgerärzt_innen, Integration, Medizin, Recht, mit Multiplikator_innen, Migrationsorganisationen und anderen interessierten NGO’s sowie mit regionalen, kantonalen und nationalen Institutionen.

Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der ->Website des Netzwerks gegen Mädchenbeschneidung.